17. November von
Wolfgang Harbauer
Festplatten sind so billig wie noch nie. Eine kurze Recherche im Netz zeigt: 500 Gigabyte externer Festplattenspeicher sind schon ab etwa 60 Euro zu haben. Goldene Zeiten für Daten-Hamster.
Hat man sich allerdings so ein Speichermonster angeschafft, stellt sich bei vielen Anwendern beim ersten Anstöpseln Ernüchterung ein. Denn von den angepriesenen 500 GB zeigt Windows plötzlich nur noch 465 GB an. Sind die restlichen 35 Gigabyte etwa auf dem Weg vom Geschäft nach Hause verloren gegangen?
Natürlich nicht. Vielmehr trägt eine bei den Herstellern weit verbreitete Marketing-Technik Schuld an dem plötzlichen Speicherschwund. Denn für die Produzenten von Festplatten setzt sich 1 GB aus 1.000.000.000 Byte zusammen. Allerdings ist das nach der technischen Definition nicht ganz korrekt: Denn ein 1 Kilobyte besteht aus 1024 Byte, sprich 1 GB aus 1.073.741.824 Byte.
Wer also eine neue Festplatte braucht, sollte im Technikmarkt immer einen Taschenrechner zu Hand haben: Der Herstellerwert geteilt durch 1,073 bringt die wahre Größe der Festplatte an das Licht. Hat man die Platte dann am Rechner angeschlossen, empfehlen sich Programme wie Overdisk oder JDiskReport, um eine ganz genaue Übersicht über den Speicherplatz zu erhalten.
Lassen sich die meisten Anwender von den schwammigen Herstellerangaben blenden oder wissen die meisten über diesen Marketing-Trick Bescheid? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
3. November von
Cristina Vidal
Der jüngste Ratschlag für private Internet-Benutzer in Punkto Sicherheit empfiehlt die Benutzung zweier unterschiedlicher Betriebssysteme auf dem gleichen Rechner. Laut Medienberichten rät das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) ein Betriebssystem nur für sensible Vorgänge wie Online-Banking zu nutzen, während man mit einem zweiten Betriebssystem durch das Internet surft.
Als Begründung für diese Maßnahme ziehen die Kriminaler die immer verbreiteteren und raffinierteren Techniken heran, mit denen Hacker Heimcomputer ausspähen.
Ungeachtet der Tatsache, ob dieser Ratschlag mehr oder weniger sinnvoll ist, stellen sich für den Normal-Benutzer einige praktische Fragen. Denn nicht jeder ist in der Lage, zusätzlich zur bereits beim Computerkauf installierten Software ein neues, unabhängiges System korrekt aufzuspielen.
Welches System sollte man im Falle eines Falles nutzen? Woher bekommt man es? Kann auf einem Vista-Rechner einfach so ein Zweit-Windows auf einer neuen Partition eingerichtet werden? Wie steht es mit dem Mac? Ist das Zweitsystem mit der Onlinebanking-Software kompatibel? Sichert man sich auf diese Weise wirklich gegen alle Trojaner ab?
Viele Fragen und Zweifel dieser Art verunsichern technisch nicht versierte Nutzer. Ist der Rat, zwei Betriebssysteme auf den Rechner zu packen, wirklich sinnvoll? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
Es gibt Software, die hat die Welt verändert. Windows beispielsweise hat das Leben der Menschheit mit Sicherheit stark beeinflusst. Doch kann eine Software die Welt auch zu einem besseren Ort machen und Not lindern? Mit diesem hohen Ziel haben zwei Dänen vor ein paar Jahren das Projekt aGoodCause.com ins Leben gerufen. Die Idee: Jeden Online-Kauf zu einer kleinen Spendenaktion machen.
Jonathan Løw und Mads Ellegaard entwickelten dafür die Software AidMaker. Sobald diese Anwendung auf einem Rechner installiert ist, wird der User beim Shopping im Internet zum Wohltäter. Je nachdem, wo man einkauft, spendet der jeweilige Shop einen Teil des eingenommenen Geldes an eine Hilfsorganisation. In Deutschland hilft aGoodCause.com Organisationen wie dem Deutschen Kinderhilfswerk, der UNO-Flüchtlingshilfe oder der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.
Mittlerweile unterstützen so etablierte Anbieter wie Amazon, Apple, eBay oder Skype das Anliegen von aGoodCause.com (in Deutschland: www.einegutesache.de) und reichen einen Teil ihrer Einnahmen weiter. OnSoftware hat aGoodCause-Sprecher Peter Kærgård Jensen zu den Einzelheiten des mittlerweile ziemlich erfolgreichen Projekts befragt.
OnSoftware: Wie und wann ist denn die Idee zu aGoodCause.com und Aidmaker entstanden?
Peter Kærgård Jensen: aGoodCause.com wurde 2004 von den dänischen Unternehmern Jonathan Low and Mads Ellegaard gegründet. Die Mutter von Mad litt zu diesem Zeitpunkt unter einer Hirnblutung. Als Jonathan dann Mad anrief, um mit ihm dieses Online-Projekt zu starten, war dieser gleich begeistert.
Viele Leute reden darüber, die Welt verändern zu wollen. Wir haben es für jeden ermöglicht, die Welt zu verändern - während des Online-Shoppings. aGoodCause.com begann mit der Idee, ohne Zusatzkosten Gutes zu tun, während man online einkauft. Die Unternehmen spenden das Geld, aber der User entscheidet, wo das Geld hingeht. Weiterlesen…
Dass in China der Staat die Internetuser überwacht, ist ja ein offenes Geheimnis. Nach Yahoo, Google und Microsoft hat es nun auch Skype erwischt. Nach einem Bericht der kanadischen Forschergruppe Citizen Lab wurden in nur zwei Monaten 166.000 Nachrichten des chinesischen Ablegers TOM-Skype einfach zensiert. Texte mit regimekritischen Reizwörtern wie “Unabhängigkeit Taiwans”, “Demokratie” und neuerdings auch “Milchpulver” bleiben im Raster der Zensoren hängen. Die Benutzerinformation der Nachrichtenschreiber werden auf bestimmten Servern gespeichert. Wem diese Server gehören, konnten die Forscher von Citizen Lab nicht feststellen. Allerdings gehen die Kanadier davon aus, dass die Server dem Unternehmen TOM gehören und unterstellen dem chinesischen GPS-Hersteller eine Zusammenarbeit mit der chinesischen Polizei.
Vertreter von Skype versuchen sich nun in Schadensbegrenzung und schieben die Schuld auf den chinesischen Geschäftspartner TOM. Auf der Firmenseite von Skype verteidigt Vorsitzender Josh Silverman seine Firma und rechtfertigt das Verhalten von TOM mit den folgenden Worten: “Es ist ja öffentlich bekannt, dass in China Zensur existiert und dass die chinesische Regierung Kommunikationsmittel nach innen und außen überwacht…TOM, wie jeder Kommunikations-Provider in China, hat die Verpflichtung, dazu konform zu arbeiten, um überhaupt in China funktionieren zu können.” Auf gut Deutsch gesagt: Wir wissen, dass unsere User in China ausspioniert werden, aber uns trifft keine Schuld, weil wir können es ja nicht ändern.
Bisher galt Skype als sehr abhörsicher und vertrauenswürdig. Inwieweit wirkt sich der Abhörskandal in China negativ auf Skype aus? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
29. September von
Wolfgang Harbauer
Es gab Zeiten, da kam man als PC-Nutzer nicht an Nero vorbei. Die Brennsoftware war Pflichtprogramm für all jene, die Daten und Musik auf eine CD bringen wollten. Seitdem ist eine Menge Zeit vergangen, es kamen zuverlässige CD- und DVD-Brenner, es kam Windows XP und es tauchte jede Menge kostenlose Brenn-Software auf. Die Konsequenz: Wer heutzutage einen Silberling beschreiben will, braucht dafür kein Geld ausgeben.
Genau da mag der Grund dafür liegen, dass aus dem ehemaligen Brennspezialisten Nero mittlerweile ein dickes Multimedia-Paket geworden ist. Was mit den Versionen 7 und 8 seinen Anfang nahm, wird in der neuen Version 9 konsequent fortgesetzt: Wer Nero auf seinen Rechner installiert, bekommt neben der Brennsoftware zahlreiche Werkzeuge für Video, Audio, TV und Backups auf den PC.
Die Brennkomponente macht natürlich immer noch einen großen Teil der Software aus. Ein CD-Ripper bringt Musik als MP3-Dateien auf den Rechner, neuerdings lädt Nero auch Titelinfos und Cover aus dem Netz. Mit an Bord ist auch eine Software, um spezielle Rohlinge mit einem individuellen Label zu versehen. Außerdem erstellt die Software automatische Backups von der Festplatte. Weiterlesen…
22. September von
Wolfgang Harbauer
Werbung aus dem Hause Microsoft hatte ja bisher den Charme von Bürotassen. Als gutes Beispiel, wie man es wohl nicht machen sollte, dient die Kampagne für Windows Vista. Vermeintlich reale Alltagsszenen, dazwischen ein paar Vista-Aero-Effekte, das sollte eigentlich richtig cool wirken. Die Werbe-Message “Minimize worry, maximize WOW” klang aber gar nicht lässig, sondern war vor allem eins: Ziemlich peinlich.
Das muss sich ändern, haben sich die Microsoft-Chefs wahrscheinlich gedacht. Denn anders lassen sich die neuen Werbe-Clips des Software-Giganten nicht erklären. Da geistern seit ein paar Wochen zwei Filmchen durch das Netz, in denen Bill Gates und US-Komiker Jerry Seinfeld den Kontakt zum normalen Fußvolk suchen. Aber was wollen uns die eher kryptischen Spots (hier und hier zu finden) denn eigentlich sagen? Eine klare Werbebotschaft fehlt auf jeden Fall. Außerdem weiß man beim Anschauen nicht, ob man sich über die neue Selbstironie von Gates freuen oder fremdschämen soll.
Eindeutiger ist der allerneueste Werbeclip der Redmonder. Als Antwort auf die PC-feindliche Kampagne des Konkurrenten Apple, erklären zahlreiche Normalbürger und Promis: “I’m a PC”. Ziel des Spots: Das Image des verklemmten Krawattenträgers oder der grauen Büro-Maus abstreifen, und PC-Nutzer als Menschen wie Du und Ich darzustellen.
Wie findet Ihr die neuen Microsoft-Werbe-Clips? Erreicht das Unternehmen mit diesen Spots wirklich die Zielgruppe oder macht sich der Software-Hersteller einfach nur lächerlich? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
15. September von
Wolfgang Harbauer
Der VLC Media Player gehört sicher zu den Klassikern der Videowiedergabe. Jetzt haben die Entwickler dem Allround-Talent für Film- und Audiodateien ein neues Gewand geschenkt – endlich. Denn obwohl der Video Lan Client unbestritten eines der besten Programme für Multimedia-Formate ist: Das Design der Software erinnerte bisher an Zeiten vor der Jahrtausendwende.
Das hat sich mit der Version 0.9.2 geändert. Die Freeware wirkt zwar optisch immer noch sehr zurückhaltend, über die Bedienknöpfe scheint sich aber nun ein Designer Gedanken gemacht zu haben. Neben den normalen Steuerelementen greift man schnell auf Equalizer, Wiedergabelisten und Screenshotfunktion zu. Längst überfällig und jetzt endlich integriert: Die Steuerleiste erscheint nun auch im Vollbild, sobald man die Maus bewegt.

Neben einer moderneren Oberfläche finden sich im VLC zahlreiche neue und sehr nützliche Funktionen: Die Software verwaltet Wiedergabelisten genauso wie eine Medienbibliothek. Außerdem lädt das Programm CD-Cover aus dem Netz - jedoch nicht, ohne bei der Installation höflich danach zu fragen. Weiterlesen…
Kaum hatte Google seinen neuen Internetbrowser Chrome zum öffentlichen Beta-Test freigegeben, gab es kaum ein Medium das nicht ausgiebig darauf hinwies, dass das Programm Daten in Hülle und Fülle sammelt. Und die Informationen selbstverständlich in die Google-Zentrale nach Kalifornien schickt: zur weiteren Auswertung. Selbst das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hielt es nötig, vor dem Gebrauch von Google Chrome zu warnen. Nun ist es ja nicht so, dass Google mit seiner Sammelwut alleine dasteht. Auch Mitbewerber wie Microsoft, Yahoo oder Apple speichern ganz selbstverständlich Daten in großer Menge. Oftmals kann man den Datenkraken mit wenigen Einstellungen einen Riegel vorschieben. Wenn man denn will. Wie halten es die OnSoftware-Leser in Sachen Anonymität im Internet? Schotten dicht - mein Surfverhalten geht niemanden etwas an! Oder: eh egal, der Kampf ist nicht zu gewinnen! Zur Umfrage in dem Softonic-Forum geht es hier.
Politisch der linken Szene zugeordnete Hacker haben Daten der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppe Blood and Honour von deren Server gestohlen und für alle zugänglich im Internet veröffentlicht. Insgesamt fischten die Hacker mehr als 30.000 Datensätze von dem Internetserver. 500 Mitglieder sollen nach Angaben der Frankfurter Rundschau aus Deutschland stammen. Für diese Personen sollen sich nun auch bundesdeutsche Ermittler interessieren. Seit September 2000 ist Blood and Honour in Deutschland verboten.
Die Aktion der Hacker erreichte weltweit eine große Aufmerksamkeit. Je nachdem von wo aus die Daten gehackt wurden, und wo sich der betreffende Server befand haben die Hacker jedoch eine oder gar mehrere Straftaten begangen. Datenklau ist schließlich verboten. Was für eine Meinung haben die OnSoftware-Leser? Ist eine solche Aktion im Falle der Aufdeckung gesetzeswidrigen Verhaltens legitim? Oder ist Gesetz nunmal Gesetz? Zur Umfage im Softonic-Forum geht es hier.
Goldgräberstimmung herrscht im Netz schon lange. Es gibt ja so gut wie nichts, das man im Web nicht zu Geld machen könnte. Zum wahren El Dorado hat sich aber das Gold farming entwickelt. Damit wird das Sammeln von virtuellen Gegenständen in Online-Welten wie World of Warcraft (WoW) bezeichnet. Vor allem in China wird Pixel-Gold geschürft: Tausende Menschen führen in Spielen wie WoW die immer gleichen, stupiden Aktionen aus, um möglichst schnell an wertvolle Objekte wie Gold oder Spezial-Gegenstände zu kommen. Diese virtuellen Güter werden dann in Online-Auktionshäuser zu Festpreisen verkauft. Laut einer aktuellen Studie der Universität in Manchester verdienen mittlerweile 400.000 Menschen ihren Lebensunterhalt mit dem Gold farming. Durchschnittlicher Monatsverdienst: 145 Dollar, knapp 100 Euro.
Die Abnehmer der virtuellen Waren sind Spieler, die nicht die Zeit oder Geduld haben, ihren Online-Charakter mit spielerischen Mitteln auf Vordermann zu bringen. Deswegen lehnen auch viele MMORPG-Zocker den Handel mit digitalem Gold oder Charakteren ab. Ist es in Ordnung, sein digitales Ich in Online-Spielen mit ein wenig echtem Geld aufzupeppen oder sind solche Spieler Spielverderber? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.