Die erste Runde der Fußball-Europameisterschaft ist gelaufen. Die meisten Favoriten, wenn sie nicht gerade Italien heißen, haben ihre Rolle bestätigt. In etwas mehr als einer Woche wird es wirklich ernst bei der UEFA-EM, denn dann beginnen die Viertelfinalspiele. Auf eventuelle Elfmeter-Schießen in der Endrunde kann sich der Fußball-Fan schon einmal online einstimmen – auch wenn England bei der EM gar nicht dabei ist.
Die Nerven behalten muss der Elfmeter-Schütze bei diesem Flash-Game von Oxylus. In dem nett animierten Online-Spiel tritt man mit seiner Mannschaft im Wechsel als Schütze oder Torhüter an. Zwar ist das Game für die WM 2006 konzipiert, auf dem Weg ins Finale besteht trotzdem Suchtgefahr. Etwas entspannter geht es bei Elfmeter-Schießen mit dem Sandmännchen zu. Junge Kicker haben zehn Versuche, den Ball im Kasten des Sandmännchens unterzubringen. Im Elfmeterschießen 2008 fordert man Schützen über das Internet zum Elfmeter-Duell heraus. Jeder Spieler gibt die Richtungen der Schüsse sowie die Torwart-Bewegung vorher an - anschließend simuliert das Spiel das Elfmeter-Schießen. Wer sich anmeldet, sammelt Punkte und versieht seinen virtuellen Fußballer mit dem eigenen Konterfei.
Ab Samstag rollt der Ball bei der Fußball-EM. In Deutschland kommen alle Spiele per ARD und ZDF ins heimische Wohnzimmer. Wer allerdings während des Turniers im Ausland unterwegs ist, schaut möglicherweise in die schwarze Röhre. Denn nicht in allen Ländern werden alle Partien des Fußball-Großereignisses im Free-TV übertragen. Sind jedoch Laptop und Internet vorhanden, entgeht auch dem Fußball-Fan auf Reisen kein einziges Spiel. Für den Live-Stream aus dem Netz eignet sich vor allem die kostenlose Software TVU Player. Das Programm funktioniert wie ein kleiner Fernseher, allerdings zieht die Anwendung die Inhalte aus dem Netz.
Die entsprechenden Sendungen für den TVU Player findet man im Internet. Zahlreiche Seiten bieten Direkt-Links für die Live-Übertragungen an. Einmal geklickt, schon stürmt die eigene Mannschaft über den Desktop. Besonders gefällt die Seite LiveFooty, die Programmlinks für nahezu jedes Fußball-Spiel der Welt anbietet. Die etwas merkwürdigen Werbeeinblendungen (unter anderem für den Video-Kanal von Scientology) sollten nicht weiter stören. Bei der Suche im Netz nach entsprechenden Spielen muss man sich allerdings in Acht nehmen. Viele Seiten bieten die Links für TVU nur gegen Bezahlung an. Das Geld sollte man dann doch lieber in ein Fan-Trikot investieren.
Noch vier Tage, dann ist endlich Anpfiff: Am kommenden Samstag, 18 Uhr, rollt der Ball bei der UEFA-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Über das oft etwas unsinnige Drumherum im Web zur EM haben wir bereits berichtet, wirklich praktische Software gibt es allerdings für den heimischen Rechner.
Pflichtprogramm für den Fußball-Fan ist auf jeden Fall ein EM-Planer. Den Spielplan zu der Europameisterschaft gibt es in allen Farben und Formen: Als Kalendereinträge für Outlook, iCal, PocketPC oder Smartphone. Auch Besitzer eines Apple-iPod haben mit der entsprechenden Software alle Spieltage im Auge.
Die einzelnen Austragungsorte behält man mit dem Stadium-Plug-In für Google Earth im Blick. Geht es dann endlich los, fiebert der Fan mit dem EM Ticker 2008 live am Rechner mit - sehr praktisch, sollte man während einer Partie arbeiten müssen.
Auch Schmuck für den Bildschirm gibt es reichlich zum Fußball-Großereignis: Entweder man peppt den Hintergrund mit einem der offiziellen UEFA-Wallpaper auf. Handy-Besitzer schlagen hier zu. Oder man holt sich gleich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft auf den Monitor. Wallpaper der Mannschaften aus Österreich und der Schweiz waren leider auch auf Nachfrage bei den jeweiligen Fußball-Verbänden nicht zu bekommen: “Wir müssen Ihnen mitteilen, dass es kein Desktop Wallpaper der Nationalmannschaft gibt” - so die lapidare Antwort der Presseabteilung des Österreichischen Fußball-Bundes. Äh, wo findet die EM nochmal statt?
Damit die letzten Tage des Wartens nicht zu lange werden, kann man die Zeit auch spielerisch überbrücken: Mit dem offiziellen Game zur Europameisterschaft probt man schon einmal den schweren Weg der eigenen Mannschaft ins Finale.
Sprachdozenten nutzen oft das geflügelte Wort vom “Tradduttore-Tradditore”. Damit meinen die Experten die subtilen sprachlichen Fallen, in die Übersetzer gelegentlich hineintappen. Was solche Sprachlehrmeister sicherlich vom Stuhl fallen lässt, sind die Konstrukte, die automatische Übersetzungsdienste im Webzeitalter produzieren. Das Ergebnis solch vermeintlich kostensparender Methoden kann man mit gutem Gewissen als Lach-Therapie verkaufen.
Als repräsentatives Beispiel, der folgende Text einer Webseite eines amerikanischen Dienstleisters. Man ist ja von Marketingabteilungen so Einiges gewohnt. Aber der folgende Absatz gehört sicher zu den besten Lachern bei ungefiltert publizierten Übersetzungen:
“Die Pages-Verbindung setzte heraus ein Pressekommuniqué, gestützt durch comScore Daten, die sehr gesundes Wachstum und Verbrauch der on-line-Pages-Aufstellungsorte zeigt. Vorher TMP gab Richtungsmarketing Entdeckungen von einer Verbraucherstudie frei, die unter anderem darstellte dass lokal suchen Sie und Pages-Aufstellungsorte etwas von dem qualifiziertesten Verkehr auf dem Internet haben: 82 Prozent Benutzer nahmen einen Kontakt auf und 61 Prozent fuhren fort, zu bilden in-speichern Kauf.”
Weiter geht es mit einer wirklich verkaufsfördernden Passage:
“Unsere nachgewiesene Gebietssachkenntnis in …. ermöglichen uns, in hohem Grade hergestellte Lösungen abhängig von jeder Kundenverpflichtung zur Verfügung zu stellen.”
Also bei dieser Gebietssachkenntnis kommen doch Zweifel auf. Und wer den nächsten Absatz versteht, verdient eine Ernennung zum Chef-Diplomaten. Weiterlesen…
Das Geschäft mit Geo-Daten boomt. Google Maps beispielsweise kennt mittlerweile fast jeder Internetnutzer. Die beliebten Online-Karten sind inzwischen in Tausenden Webseiten integriert. Nun rollt auch die neuste Erweiterung der Online-Kartographie nach Europa: Street View.
Bei diesem neuen Dienst handelt es sich um eine Erweiterung der Google-Maps-Karten für einzelne Städte. Mit der Street -View-Ansicht können Webnutzer Fotos von bestimmten Straßen einer Stadt sehen. Bisher ist der Dienst nur für US-Städte verfügbar. So kann man heute schon einen virtuellen Spaziergang durch San Francisco oder New York unternehmen.
Für die europäische Version von Street View lässt Google mit speziellen Kameras ausgestattete Wagen durch die Städte touren und alles fotografieren. Wer dabei unwillkürlich an Aliens denkt, liegt gar nicht mal so daneben. Die Foto-Wagen tarnen sich und weichen allen Kontaktversuchen aus. Weiterlesen…
Das Online-Lexikon Wikipedia hat sich in kurzer Zeit einen Namen gemacht. Heute steht die Enzyklopädie aus freien Inhalten auf Platz acht aller Internetseiten weltweit. Das Geheimnis des Erfolges? Kostenloser Zugriff für Jedermann und eine Webgemeinde, die das Nachschlagewerk ständig mit neuen Inhalten füllt.
In Australien hat es das beliebte Lexikon jetzt bis an die Universität geschafft: Ab kommendem Jahr bietet die Charles Sturt University (CSU) im Fernstudium und an den elf Standorten den “Studiengang Wikipedia” an. Dies berichtet die australische Tageszeitung The Sydney Morning Herald.
Wikipedia wird zunächst als freiwilliges Wahlfach in dem Studiengang Global Village angeboten. In dieser Fachrichtung werden den Studenten vordergründig Analyse- und Recherche-Techniken gelehrt. Später könnte das Angebot durchaus weiter ausgedehnt werden, sagte der für das Fachgebiet Internet-Kommunikation verantwortliche Professor Don Carter der Zeitung.
“Wikipedia ist eines der besten Beispiele für die Arbeit in einer globalen Gemeinschaft”. Das Lexikon sei “stets up to date” und verstehe es im Gegensatz zu anderen Communities zudem, sich eigenständig und unverwechselbar weiter zu entwickeln.
Eine schöne Handschrift ist ja nicht jedermanns Sache. Oft genug greift man für persönliche Grußkarten oder Briefe auf die Hilfe von PC und Drucker zurück, anstatt Buchstaben für Buchstaben auf das Papier zu kritzeln. Leider ist die in Windows enthaltene Schriftensammlung sicher nicht das Maß aller Dinge. Word beispielsweise bringt zwar eine ganze Menge Schriften mit, die meisten Fonts sind aber auf den Bürobedarf und nicht für den Privatgebrauch zugeschnitten.
Hilfe naht, wie so oft, aus dem Internet. Im WWW stehen tausende, kostenlose Schriftarten bereit. Auf Seiten wie PCFonts, dafont oder 1001 Free Fonts wird der virtuelle Schönschreiber schnell fündig: Ob Lettern im Comic-Stil, Buchstabensalat in krakeliger Kinderschrift oder unlesbare Symbolreihen - der Fantasie der Schriften-Erfinder sind keine Grenzen gesetzt. Nach dem Download der Wunschschrift packt man die Datei unter XP einfach in den Ordner C:\Windows\Fonts, unter Vista installiert man neue Schriften über einen Rechtsklick, in Mac OS per Doppelklick.
Einmal installiert, wählt man die Schriftart wie gewohnt über das Menü des Textprogramms aus. So verleiht man seinen Schreiben schnell eine persönliche Note und peppt Geburtstagskarten sehr originell auf. Zu beachten ist allerdings, dass viele Schriftarten nur für den Privatgebrauch kostenlos sind. Wer diese Fonts professionell nutzt, muss vom Autor natürlich eine entsprechende Lizenz erstehen.
Lange Zeit war “der Rundfunk” unsere Informationsquelle schlechthin. Trotz des technisches Fortschritts und damit verbundener neuer Konkurrenz hat sich das Radio stets behauptet. Weder Fernsehen, Video und DVD, noch CD oder MP3-Dateien konnten dem Medium den Garaus machen.
Mit dem Internet erlebt der Äther gar eine Renaissance. Das kam für manchen überraschend, doch die Gründe für die Popularität des Internet-Radios liegen auf der Hand. Die Bandbreiten der Internetanschlüsse werden immer größer, die Übertragungsqualität der Streams hält inzwischen in den meisten Fällen mit konventionellen digitalen Tonträgern mit.
Weiteres entscheidendes Plus: Die Zahl der über das Internet zu empfangenen Sender geht gegén Unendlich. Der Hörer findet mehr als nur einen Sender, der sein Lieblings-Programm spielt. Fündig wird man mit Hilfe einer Suchmaschine oder in Sammlungen wie internetradio.de oder surfmusik.de.
Viele der Sender lassen sich mit kostenlosen Standardplayern wie iTunes, Winamp oder dem Windows Media Player hören. Mit zahlreichen weiteren Freeware-Programmen bannt man die Musik legal auf die Festplatte. Abhängig von der mitgesendeten Zusatzinformation speichert die Spezialsoftware die Titel als einzelne Dateien auf dem Computer und benennt die Lieder entprechend.
Wir lieben unseren Firefox. Der Mozilla-Browser ist flotter als der Internet Explorer, mit kostenlosen Add-Ons peppt man die Software so richtig auf. Die beliebtesten Firefox-Erweiterungen haben wir bereits hier vorgestellt. Ab und zu kommen einem aber Firefox-Plugins mit äußerst zweifelhaften Nutzen unter. Manchmal fragt man sich sogar, was sich der jeweilige Programmierer eigentlich dabei gedacht hat. Wir stellen die nutzlosesten Add-Ons vor:
- Platz eins der unnötigsten Add-Ons geht ganz klar an das Knut-Plug-In: Auf dem Höhepunkt des Eisbären-Hypes tauchte plötzlich diese Erweiterung auf. Die einzige Funktion: Das Knut-Plug-In verlinkt direkt auf das Blog von Knut. Ein Softonic-User schrieb damals: “Schon gemerkt, das ist ein Eisbär. Wenn der groß ist, will ihn auch keiner mehr knuddeln. Aber ansonsten wieder ein unnützes Plug-In, das man nicht haben muss, außer man hat einen Müllrechner.” Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Weiterlesen…
Jeder kann den Test machen: Nach wenigen Tagen sorglosen Umgangs mit einer neuen, kostenlosen E-Mail-Adresse in Foren und Registrierungsformularen wartet das Internet-Postfach mit Dutzenden unerwünschten Werbe- und Spamsendungen auf. Wer ungern Angebote zur Anatomie-Verlängerung liest, sollte möglichst anonym im Internet unterwegs sein.
Zunehmende legale und kommerzielle Schnüffeldienste, die solche freiliegenden Daten sammeln und bündeln, verschärfen das Problem (ein interessanter Artikel veranschaulicht die Problematik).
Die Schlussfolgerung liegt nahe: Zum Einmaleins der Internetsicherheit gehört neben Schutzsoftware auch der gesunde Menschenverstand. Und der rät dringendst davon ab, persönliche Daten sorglos im Netz zu verteilen. Dazu gehören auch die echten Daten für einen E-Mail-Account. Weiterlesen…