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Charme-Offensive: Microsoft ganz menschlich

Werbung aus dem Hause Microsoft hatte ja bisher den Charme von Bürotassen. Als gutes Beispiel, wie man es wohl nicht machen sollte, dient die Kampagne für Windows Vista. Vermeintlich reale Alltagsszenen, dazwischen ein paar Vista-Aero-Effekte, das sollte eigentlich richtig cool wirken. Die Werbe-Message “Minimize worry, maximize WOW” klang aber gar nicht lässig, sondern war vor allem eins: Ziemlich peinlich.

Das muss sich ändern, haben sich die Microsoft-Chefs wahrscheinlich gedacht. Denn anders lassen sich die neuen Werbe-Clips des Software-Giganten nicht erklären. Da geistern seit ein paar Wochen zwei Filmchen durch das Netz, in denen Bill Gates und US-Komiker Jerry Seinfeld den Kontakt zum normalen Fußvolk suchen. Aber was wollen uns die eher kryptischen Spots (hier und hier zu finden) denn eigentlich sagen? Eine klare Werbebotschaft fehlt auf jeden Fall. Außerdem weiß man beim Anschauen nicht, ob man sich über die neue Selbstironie von Gates freuen oder fremdschämen soll.

Eindeutiger ist der allerneueste Werbeclip der Redmonder. Als Antwort auf die PC-feindliche Kampagne des Konkurrenten Apple, erklären zahlreiche Normalbürger und Promis: “I’m a PC”. Ziel des Spots: Das Image des verklemmten Krawattenträgers oder der grauen Büro-Maus abstreifen, und PC-Nutzer als Menschen wie Du und Ich darzustellen.

Wie findet Ihr die neuen Microsoft-Werbe-Clips? Erreicht das Unternehmen mit diesen Spots wirklich die Zielgruppe oder macht sich der Software-Hersteller einfach nur lächerlich? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.

Rekordversuch mit dem Feuerfuchs

Download Day - GermanDas Warten auf die fertige dritte Version des Mozilla Firefox hat bald ein Ende. Gerüchten zufolge soll es ja im Juni soweit sein. Die Initiative Spread Firefox will den Hype um den Alternativ-Browser für einen Rekordversuch nutzen: Mit Hilfe der Internetuser soll der Guinness Weltrekord für die meisten Software-Downloads innerhalb von 24 Stunden aufgestellt werden. Auf der Seite von Spread Firefox hinterlässt man seine E-Mail-Adresse und gibt, wie die Seitenbetreiber es ein wenig blumig formulieren, ein Download-Versprechen ab. Am Tag der Veröffentlichung informiert die Initiative über die neue Version des Mozilla Firefox. Auch das Datum soll demnächst auf der Seite bekannt gegeben werden.

Bisher haben etwas mehr als 34.000 User ihr Versprechen abgegeben, die Zahl wächst stündlich. Werden es genug sein für einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde?

Update 30. Mai, 13 Uhr: Mittlerweile sind knapp 300.000 registriert.

Was Google demnächst noch so alles vorhaben könnte…

Google ist mächtig. Google ist Marktführer. Der Erfolg, der manchmal wie aus dem Bilderbuch erscheint, hat in den meisten Fällen nur einen einzigen Grund: Die Kalifornier sind ihren Mitbewerbern häufig einfach einen Schritt voraus. Oder Google kauft passend hinzu. Was Google in Kürze noch vorhaben könnte, fand das Blog Pingdom heraus. Die Kollegen machten sich die Mühe, bei der Registrierungsstelle für .com-Domains nachzuforschen, was der Internet-Gigant so alles an Domainnamen registriert hat.

Wenig überraschend ist die erste Gruppe der wenig bekannten Google-Domains: gewgol.com, goolgel.com, glogoo.com und ähnliche Namen landen nur dann in der Adresszeile des Internet-Browsers, wenn der Anwender sich vertippt. Da täglich Millionen von Suchanfragen bei Google eingehen, hauen auch unzählige Nutzer auf der Tastatur mal daneben. Somit werden selbst merkwürdigste Schreibweisen der Google-Domain für geschäftstüchtige Trittbrettfahrer interessant. Google leitet diese Vertipper auf die Standard-Suchseite um.

Google Campus im Silicon ValleyWohl eher aus einer Laune heraus entstanden sind Domainnamen wie 1p0g0og1e.com oder az-on-url-je.com, die ins digitale Nichts führen. Was will man denn damit bitteschön anfangen? Weit interessanter klingen da schon die Domains google4kids.com, googlebackups.com, googlebroadband.com oder googlefamily.com, bieten aber auch keine Inhalte. Da könnten durchaus neue Geschäftsideen dahinter stecken, wie Pingdom orakelt. Vielleicht wird das Unternehmen ja auch einmal internet-müde und baut sich mit googlegym.com, bankgoogle.com oder googlepaperproducts.com ein Paralleluniversum auf.

Zahlreiche weitere Domains erscheinen hingegen kaum verwendbar. Welcher seriöse Internet-Konzern wird es wohl wagen, googleporn.com, google-yahoo-sex.com oder googlewarez.com mit Inhalten zu füllen. Das deutet dann doch eher in Richtung Größenwahn, wie sich auch bei googlereligion.com und googlefaith.com unschwer erkennen lässt.

Gangster auf dem Desktop

Mit Grand Theft Auto IV ist in dieser Woche eines der Spiele-Highlights des Jahres erschienen. Für Spiele-Fans der Maßstab für ein modernen PC-Game, für Kritiker die Pixel gewordene Gestalt von Gewalt und Verrohung - Grand Theft Auto IV fasziniert und provoziert. Zum Thema Provokation: Wir PC-Spieler müssen uns gedulden, denn der Hersteller bietet bisher nur Versionen für Xbox 360 und Playstation 3 an. Ärgerlich. Ob der Spiele-Knüller für Desktop-Rechner erscheint, steht noch gar nicht fest. Gerüchte in der Game-Redaktion von Softonic sprechen von einer PC-Version Ende des Jahres. Aber so genau weiß das bisher niemand.

Für Gangster-Stimmung auf dem PC-Monitor sorgt währenddessen das reichlich vorhandene Promo-Material von Rockstar-Games: Neben dem offiziellen Screensaver bringen zahlreiche Wallpaper das radikale Lebensgefühl und die Protagonisten von Grand Theft Auto IV auf den Rechner.

K.O. für HD DVD

Der Wettkampf scheint entschieden: Nach jahrelanger Konkurrenz zwischen den DVD-Nachfolgern Blue-Ray und HD DVD gibt es nun einen Sieger. Gerüchten zufolge gibt mit Toshiba einer der letzten Hersteller seinen Rückzug aus der HD-DVD-Technik bekannt. Obwohl sich der Verbraucher nun einigermaßen beruhigt für Blue-Ray entscheiden kann, verhindern noch hohe Preise die Verbreitung auf dem Massenmarkt. Lohnt es sich jetzt schon auf Blue-Ray umzusteigen? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.