24. April von
Robert Fliegel
Die Zeiten, als man gute Software nur für teures Geld bekommen hat, sind schon lange vorbei. Vieles Standardprogramme ersetzt der clevere PC-User mittlerweile durch Freeware und Open-Source-Software. Einige Beispiele möchte ich hier vorstellen:
Office
Die OpenOffice-Suite bietet außer Outlook alles, was der Marktführer Microsoft in seinem Office-Paket anbietet. OpenOffice bringt Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, eine Datenbank-Anwendung sowie eine Präsentations-Software mit. Wer Outlook nicht braucht, bekommt ein komplettes Office-Paket für lau.
Security
Auch kommerzielle Sicherheits-Software lässt sich durch kostenlose Alternativen - wenn auch mit kleineren Einschränkungen - ersetzten. So schützt Avira AntiVir Personal Free Antivirus vor Viren und anderen digitalen Schädlingen. Weiterlesen…
Die Politiker haben mal wieder gesprochen. Vergangene Woche hat der Bundestag ein neues Urheberrecht verabschiedet. Bisher musste die Musikindustrie Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, um die Daten von P2P-Anwendern zu erfahren. Mit dem neuen Gesetz können Unterhaltungskonzerne direkt beim Gericht eine Herausgabe der Daten durch die Internetprovider fordern. So soll unter anderem die Musikindustrie leichter an die Daten von Nutzern illegaler Musiktauschbörsen kommen. Für „nicht gewerbliche“ Nutzer sollen die Anwaltsgebühren allerdings auf 100 Euro beschränkt werden. Das Gesetz besagt auch, dass die Herausgabe nur in Fällen „offensichtlicher Rechtsverletzung“ und von „gewerblichem Ausmaß“ erfolgt. heute.de beispielsweise erklärt das Gesetz sehr anschaulich im Detail.
Kaum ist das Gesetz verabschiedet, bricht auch schon die Kritik von allen Seiten los. Vor allem die Formulierung „gewerbliches Ausmaß“ lässt nach Meinung der Musikindustrie zuviel Spielraum. Nach Ansicht der Plattenbosse werden Privatnutzer durch diese Formulierung zu wenig abgeschreckt. Gegner des Gesetzes wie der Bundestagsabgeordnete Jerzy Montag sind komplett gegen den Auskunftsanspruch. „Bisher kann niemand seinen Nachbarn auf Auskunft verklagen, wenn dieser behauptet gesehen zu haben, wer das eigene Fahrrad beschädigt hat“, meint Montag auf seiner Webseite. Für Rechtsexperten sind die Konsequenzen des Gesetzes bisher nicht absehbar.
Macht sich der Staat mit diesem Gesetz zum Erfüllungsgehilfen der Musikindustrie? Oder war der neue Schutz der Urheberrechte im digitalen Zeitalter nicht schon längst überfällig? Zur Abstimmung im Softonic-Forum geht es hier.
Download-Programme für YouTube liegen voll im Trend. Kein Monat vergeht, ohne dass mir nicht ein neuer “YouTube-Downloader” unter die Finger kommt. Meist haben diese Programme nicht viel Neues zu bieten. Wondershare Free YouTube Downloader kommt allerdings mit einer netten Funktion daher: Das kostenlose Programm nimmt Videos auf, während ich mir die Clips im Browser anschaue. Im Hintergrund zieht die Software die Bilder aus dem Netz auf die Festplatte und spielt den Film im integrierten Player ab. Super. Einziger Nachteil von Wondershare Free YouTube Downloader: Für den Konverter muss man auf eine Bezahlversion umsteigen.
iTunes ist das Standardprogramm für die Musikwiedergabe unter Mac OS X. Mit einer großen Formatvielfalt glänzt das Multimedia-Flaggschiff von Apple allerdings nun wirklich nicht. Plug-Ins schaffen da Abhilfe. Insbesondere das freie Musikformat OggVorbis lässt sich einfach nachrüsten.
Dazu lädt man sich zunächst hier das Xiph-Plugin für QuickTime herunter. Die im DiskImage enthaltene QuickTime-Komponente kopiert man in das Verzeichnis Library/Components im eigenen Nutzerverzeichnis. Nun lassen sich auch OggVorbis-Audiodateien mit iTunes abspielen:

Ganz nebenbei unterstützen jetzt auch QuickTime sowie Programme, die für Media-Daten auf QuickTime zurückgreifen, neben OggVorbis und Theora auch einige weitere offene Formate.
Immer mehr Windows-Nutzer steigen auf die Mac-Plattform um. Gründe dafür gibt es viele: Die Intel-Prozessoren in den Apple-Rechnern, der populäre Audioplayer iPod und auch die mittlerweile relativ günstigen Preise für Mac-Hardware. Vor einem Problem stehen die meisten der so genannten Switcher: Welche Software installiere ich mir jetzt auf der schönen Neuanschaffung?
Von vielen gewohnten Windows-Programmen gibt es Versionen für Mac-Rechner, für andere ebenbürtigen oder gar besseren Ersatz. Wir stellen einige dieser Programme vor. Weiterlesen…
Southpark-Fans können die Sektkorken knallen lassen: Die Macher der provokanten Serien bieten alle Staffeln von Southpark per Live-Stream im Netz an. In einer Qualität, über die YouTube-Fans nur staunen können, laufen alle Folgen der Serie völlig legal auf der offiziellen Seite. Wer die neuesten Abenteuer von Stan, Kyle, Eric und Kenny mit Britney Spears, Hillary Clinton oder Barack Obama ungeduldig erwartet, zappt sich durch die aktuellen Kapitel. Gute Englischkenntnisse setzen wir natürlich voraus.
Fernsehen über das Internet ist nicht nur bequem, sondern spart auch Geld. Statt eines zusätzlichen Fernsehapparats ermöglicht Web-TV die Personalunion von Rechner und Glotze. Dank dicker DSL-Leitungen ist auch der Empfang von Live-Bildern kein Problem mehr. Zahlreiche kostenlose Programme werben um die Gunst der Nutzer, verfolgen dabei aber äußerst unterschiedliche Konzepte.
Die Software Zattoo kommt am nächsten an traditionelles Fernsehen heran: Die Freeware streamt herkömmliche Fernsehsender über das Netz. So empfängt man mit der Anwendung in Deutschland Sender wie DSF, GIGA TV, MTV und Das Vierte. Schweizer dürfen sich über eine weit größere Programmauswahl mit ARD, RTL oder Sat.1 freuen. Weiterlesen…
Nach den Aufständen in Tibet hat die chinesische Regierung nach SPIEGEL-Berichten den Zugang zu Internetvideos der YouTube-Seite von China aus gestoppt. Dort gezeigte Filme der Demonstrationen waren der chinesischen Führung wohl nicht genehm. Auch der aktuelle amerikanische Wahlkampf kommt nicht ohne die kleinen Clips aus: Die Präsidentschaftsbewerber lassen sich in den kurzen Videos zu Helden hochjubeln oder ziehen über den politischen Gegner her. Doch wie steht es wirklich um den Einfluss von YouTube-Videos? Wenn jeder Internetsurfer zum Fernsehsender wird - wie glaubwürdig sind die Internet-Filme? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
Videogespräche im Internet gehören bei Skype und Co. zum Standard. CamFrog Video Chat packt die Videofunktion in Chaträume. Auf der Plattform des Anbieters unterhält man sich wie gewohnt mit seinem Gesprächspartner, benutzt dabei aber eine Webcam. Wer will, schaut seinem Gegenüber per Video tief in die Augen oder macht sich über Gesten verständlich. Wer keine Lust auf anonyme Chats hat, liegt mit der Freeware für PC und Mac richtig.
Dass die Zukunft des Fernsehens im Internet liegt, ist unter Experten eine beschlossene Sache. Zattoo, Joost, Hulu - alle diese wohlklingenden Firmen kämpfen um die TV-Vorherrschaft im Netz. Einer der Mitbewerber, das englischsprachige Internet-TV Babelgum, steckt nun zehn Millionen Dollar in eigene Programminhalte. Unsere englischen Kollegen von OnSoftware haben Babelgums CEO Valerio Zingarelli zum Thema Fernsehen und Internet interviewt. Dem Web-TV-Macher zufolge wird die herkömmlichen Glotze weiterhin den Massenmarkt versorgen. “Internet-Fernsehen bedient vor allem Menschen mit gleichen Interessen”, meint Zingarelli. Von Berufs wegen sieht er die Zukunft von Babelgum und Co. natürlich rosig. “In der Zukunft wird das Web die Qualität und Zuverlässigkeit der traditionellen Programme bieten. Web-TV-Zuschauer werden Zugriff auf unlimitierte Möglichkeiten und Inhalte haben.” Das komplette Interview mit Valerio Zingarelli (englisch).