27. August von Robert Fliegel
Der Webbrowser Mozilla Firefox überprüft bei der Installation, ob der Entwickler einer Firefox-Erweiterung das Add-On für die installierte Firefox-Version freigegeben hat. Nach einem Firefox-Update lassen sich daher Erweiterungen oft nicht installieren oder werden automatisch deaktiviert. Nun bleibt einem erst mal nichts anderes übrig, als auf ein Update der entsprechenden Erweiterung zu warten. Wagemutige können allerdings gehen einen schnelleren Weg.
Dazu entpackt man die nicht kompatible Erweiterung im XPI-Format mit einem beliebigen Packprogramm. Nun öffnet man die enthaltene Datein install.rdf mit ein Texteditor. Hier editiert man die Option <em:maxVersion>. Soll die Erweiterung beispielsweise mit dem Firefox 3.0 kompatibel sein, gibt man hier wie im Screenshot zu sehen 3.0.* an.

Nun speichert man die Änderungen in der install.rdf und packt die vorher entpackten Dateien komplett wieder in eine ZIP-Datei. Daraufhin muss nur noch die Dateiendung ZIP in XPI geändert werden.
Mit der so veränderten Erweiterung umgeht man allerdings nur die Überprüfung durch den Firefox. Ist die Erweiterung wirklich nocht nicht kompatibel mit der neuen Firefox-Version, dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Problemen kommen. Da man mit nicht kompatiblen Erweiterungen unter Umständen das Firefox-Profil beschädigen kann, empfiehlt es sich allerdings, den Profilordner zuvor zu sichern oder die Extension mit einen anderen Profil zu testen.
25. August von Wolfgang Harbauer
Goldgräberstimmung herrscht im Netz schon lange. Es gibt ja so gut wie nichts, das man im Web nicht zu Geld machen könnte. Zum wahren El Dorado hat sich aber das Gold farming entwickelt. Damit wird das Sammeln von virtuellen Gegenständen in Online-Welten wie World of Warcraft (WoW) bezeichnet. Vor allem in China wird Pixel-Gold geschürft: Tausende Menschen führen in Spielen wie WoW die immer gleichen, stupiden Aktionen aus, um möglichst schnell an wertvolle Objekte wie Gold oder Spezial-Gegenstände zu kommen. Diese virtuellen Güter werden dann in Online-Auktionshäuser zu Festpreisen verkauft. Laut einer aktuellen Studie der Universität in Manchester verdienen mittlerweile 400.000 Menschen ihren Lebensunterhalt mit dem Gold farming. Durchschnittlicher Monatsverdienst: 145 Dollar, knapp 100 Euro.
Die Abnehmer der virtuellen Waren sind Spieler, die nicht die Zeit oder Geduld haben, ihren Online-Charakter mit spielerischen Mitteln auf Vordermann zu bringen. Deswegen lehnen auch viele MMORPG-Zocker den Handel mit digitalem Gold oder Charakteren ab. Ist es in Ordnung, sein digitales Ich in Online-Spielen mit ein wenig echtem Geld aufzupeppen oder sind solche Spieler Spielverderber? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
22. August von Robert Fliegel
Werbung im Internet ist ein zwiespältiges Thema. Auf der einen Seite finanzieren sich viele Webseiten hauptsächlich oder sogar ausschließlich durch Werbung. Daher sind Banner oder Adsense-Anzeigen notwendig, um das Webprojekt anbieten zu können. Auf der anderen Seite übertreiben es auch viele Webseitenbetreiber, so dass man vor lauter blinkenden Flash-Bannern kaum noch die eigentlichen Seiteninhalte findet.
Wer mit Werbung gar nicht leben kann, kann diese recht einfach ausblenden. Nutzer des Mozilla Firefox (Win/Mac) greifen dazu am besten zu der kostenlosen Erweiterung Adblock Plus. Dieses Programm verhindert auf Basis von abonnierten Filterlisten, dass unerwünschte Werbung überhaupt geladen wird. So surft man auch noch schneller. Auf Wunsch deaktiviert oder aktiviert man man den Werbeblocker für bestimmte Seiten. Möchte man nicht auf eine vordefinierte Filterliste zurückgreifen, trainiert man Adblock Plus selbst per Hand.

Wer auf dem Mac lieber mit dem Standardbrowser Safari unterwegs ist, installiert Safari AdBlock. Die Funktionsweise ist die gleiche wie bei Adblock Plus. Nur basieren hier die Filterlisten auf Sprachen. So lässt sich beispielsweise englischsprachige oder französischprachige Werbung bei Safari AdBlock separat blockieren.
21. August von Cristina Vidal
Wer viel surft, sammelt im Laufe der Zeit oft eine umfangreiche Favoritenliste. Deren Verlust trifft den Nutzer empfindlich. Nicht immer lassen sich alle Seiten aus dem Gedächtnis aufrufen. Da tippt man sich leicht die Finger bei der Google-Suche nach einer verlorenen Web-Perle wund.
Auch wer oft vom Internetcafe oder Gast-PCs aus arbeiten muss, vermisst die eigene Favoritenliste. Für den Zugriff von fremden Rechnern aus sichern daher viele Nutzer ihre Favoritenliste per Mail oder USB-Stick.
Glücklicherweise braucht man diesen Umweg dank der Favoriten-Dienste im Netz immer seltener.
Foxmarks beispielsweise arbeitet als Firefox-Plugin im Hintergrund und synchronisiert dabei alle verwendeten Lesezeichen. Nutzt man den dazugehörigen Webdienst My Foxmarks, lässt man sich jederzeit von einem fremden PC aus eine Kopie der eigenen Lesezeichen anzeigen. Falls man das wünscht, teilt man mit dem Dienst seine Lesezeichen mit anderen. Eine frühere, aber noch aktive Version von Foxmarks bildet der Onlinedienst Mozmarks. Auch Chipmark arbeitet als Plugin für die gängigen Browser und bietet einen Datenabgleich per Onlinedienst an, inklusive Zusatzfunktionen wie der Anzeige der meist benutzten Lesezeichen.
Mit der Freeware Bookmarks Unifier exportiert man Lesezeichen aus Firefox, Internet Explorer und Opera und speichert die Links als Datenbank auf der Festplatte. Der Nutzer konvertiert, importiert und exportiert die Lesezeichen für die jeweils anderen Browser und filtert dabei doppelte Einträge heraus. Für unterwegs speichert man die Datenbank auf dem USB-Stick ab.
Rein webbasiert arbeitet Blinklist. Hier erhält der Nutzer nach der Anmeldung einen persönlichen Kundenbereich im Web, über den man von überall Zugriff auf die dort gespeicherten Lesezeichen erhält. Gleichzeitig bietet Blink einen Button, mit dem der Nutzer besonders interessante Webseiten markiert. Später schaut er sich über diesen Blink-Button die Seiten in Ruhe an. Natürlich kann man über Blink auch anderen Nutzern die eigenen Fundstücke im Web mitteilen.
Del.icio.us schließlich hat inzwischen den Lesezeichen-Thron. Allerdings geht es dem US-basierten Dienst weniger um Backup-Funktionen oder Sicherheitskopien der eigenen Lieblingsdaten als um das öffentliche Mitteilen.
Wer diesen Diensten gegenüber Sicherheitsbedenken an den Tag legt, greift allerdings nach wie vor auf das bewährte Rezept mit dem USB-Stick zurück und nutzt dafür die portable Version des Firefox-Browsers. Damit surft man relativ unbemerkt und ohne Spuren auf fast jedem Rechner.
Via OnSoftware
18. August von Frank Martin Lauterwein
Bildschirmschoner (PC/Mac) sind beliebt. Bildschirmschoner verpassen dem Computer eine individuelle Note. Rein technisch gesehen sind diese Programme jedoch schon lange überflüssig. Die Gefahr, dass auf dem Monitor ein Bild “einbrennt”, besteht bei modernen Bildschirmen nicht mehr. Den Stromverbrauch treiben die oft animierten und mit Musik versehenen Pausenfüller zudem in die Höhe. Wie sieht es auf den Computer-Monitoren der OnSoftware-Leser aus? Lustige Bilder am laufenden Band, oder - dank aktiviertem Energiesparmodus - pechschwarze Langeweile? Zur Umfrage im Softonic-Forum geht es hier.
14. August von Frank Martin Lauterwein
Das Leiden hat ein Ende. Nachdem in der schweizerischen Super League und der österreichischen Bundesliga schon seit Wochen der Ball wieder rollt, regiert ab Freitag auch in Deutschland endlich wieder König Fußball. Die wahren Freunde des runden Leders stellen ganz sicher nicht nur das ein oder andere Bierchen kalt. Selbstverständlich wird zum Saisonauftakt auch der Computer auf Vordermann gebracht.
Ohne einen kompletten Bundesligaspielplan kommt man als Fußball-Fan natürlich nicht über die (Spiel-) Runden. Für iPod-Besitzer gilt: Das Runde muss in das Eckige. Beziehungsweise der aktuelle Bundesligaspielplan (PC/Mac) auf das mobile Gerät.
Ebenfalls zum Mitherumtragen: Mit Bundesliga Mobil (Pocket PC/Palm/Symbian-Handy) bleiben Fußballfreunde immer am Ball. Die Software hält Kickerfans über alle Geschehnisse in der ersten und zweiten Bundesliga auf dem Laufenden. Neben aktuellen Spielergebnissen und Liga-Tabellen via Internet-Update bietet Bundesliga Mobil umfassende Statistiken und tägliche Nachrichten zu allen Profi-Fußballklubs.
Ein echter Alleswisser ist die mit Statistiken und Informationen gespickte Shareware Abpfiff. Die Software verwaltet die Tabelle aktueller und abgelaufener Spielzeiten seit 1963, berechnet Angstgegner oder Torlieferanten und liefert statistische Prognosen über den Ausgang des kommenden Spieltages. Aktuelle Ergebnisse der laufenden Saison pflegt man per Hand ein.
Wer nicht bis zur samstäglichen Sportschau warten möchte oder kann und wer zudem auch kein Pay-TV-Abonnement hat, der wirft ebenfalls den PC an.
Mit dem kostenlosen TVU Player holt man sich Bundesligaspiele live auf den Rechner. Das Programm funktioniert wie ein kleiner Fernseher, allerdings zieht die Anwendung die Inhalte aus dem Netz. Die entsprechenden Sendungen für den TVU Player findet man ebenfalls im Internet. Zahlreiche Seiten bieten Direkt-Links für die Live-Übertragungen an. Einmal geklickt, schon stürmt die eigene Mannschaft über den Desktop. Besonders gefällt die Seite LiveFooty, die Programmlinks für nahezu jedes Fußball-Spiel der Welt anbietet. Bei der Suche im Netz nach entsprechenden Spielen muss man sich allerdings in Acht nehmen. Viele Seiten bieten die Links für TVU nur gegen Bezahlung an.
13. August von Robert Fliegel
Wenn ein Mac bootet, ist das eine eher langweilige Sache. Für einige Sekunden sieht man einen grauen Apfel auf grauem Grund. Allerdings tut sich da natürlich schon eine ganze Menge im Hintergrund. Drückt man beim Systemstart die Kombination Apfeltaste + V, schaltet das System in den so genannten Verbose-Modus.
Jetzt erscheint auf dem Bildschirm anstatt des gewohnten Grau in Grau eine ganze Menge weißer Text auf schwarzem Grund. Hier listet das System auf, was beim Booten so vor sich geht. Beispielsweise, welche Treiber das System lädt und welche Prozesse OS X ausführt.
Mal abgesehen, dass dieser Modus doch um einiges geekiger daher kommt als das graue Apfel-Logo, hat die ganze Sache auch einen Sinn: Wenn der Rechner nämlich einmal gar nicht mehr starten will, bekommt man hier vielleicht einen Hinweis, wo genau denn das Problem liegt.

Möchte man, dass der Rechner immer im Verbose-Modus startet, nutzt man das auch sonst sehr empfehlenswerte Tool Onyx. Im Menü Parameter/Login stellt man dazu den Systemstart auf Verbose um.
11. August von Cristina Vidal
Die Bluetooth-Technik ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen erleichtern die Bluetooth-Verbindungen vielen Nutzern das Leben. Mit Hilfe einer Bluetooth-Verbindung kann man sehr schnell und unkompliziert Software auf das Handy laden oder Schnappschüsse an den PC senden. Auch Bluetooth-Headsets erleichtern Vieltelefonierern das Leben.
Die dunkle Seite der Bluetooth-Schnittstelle bilden aber die vielen Angriffsvarianten, mit denen Unbekannte über das Handy herfallen können. Bluetooth bietet als Funkstandard teilweise weniger Sicherheit als ein offenes W-LAN-Netz. Schlimmstenfalls kann ein Angreifer Daten aus dem Adressbuch, Bilder oder sogar persönliche Passwörter klauen. Nicht weniger gefährlich ist das unbemerkte Versenden von Nachrichten oder sogar Anrufen.
Die übliche Bluetooth-Software verfügt in der Regel über Sicherheitsmechanismen, um Angriffe zu verhindern. Allerdings bildet oft die Unbedachtheit der Handy-Besitzer die größte Gefahrenquelle. Die Standardeinstellungen für die Verbindungen gleichen hierbei einem offenen Scheunentor. Die Reichweite für einen Angriff über Bluetooth beträgt zwar in der Regel nicht mehr als 15 bis maximal 100 Meter, das reicht aber durchaus für einen Datenklau an öffentlichen Orten wie Kneipen, Bahnhöfen, Büros oder Behörden aus.
Dabei gibt es verschiedene Arten von Bluetooth-Angriffen. Verspielt klingende Bezeichnungen für die unterschiedlichen Hackertechniken sollten nicht über die Tatsachen hinwegtäuschen, dass es sich keineswegs nur um harmloses Schnüffeln handelt.
Die mildeste Variante des Bluetooth-Hacks nennt man Bluejacking. Hier nutzt man die automatische Funktion zum Senden von mobilen Visitenkarten. Statt einer Karte im Format vcard sendet man in der harmlosen Variante eine Nachricht im gleichen Format, in der gefährlichen Variante einen Virus.
Bluesnarf nennt man Szenarien, in denen sich ein Bluetooth-Hacker Zugang zum Adressbuch, Kalender und zu E-Mails und abgespeicherten SMS-Nachrichten verschafft. Statt Daten auf das Handy hoch zu laden, werden Daten heruntergeladen. Diese Technik kann meist nur noch bei älteren Handys erfolgreich angewendet werden. Der so genannte BlueBug ist auch alles andere als harmlos. Hier schreibt und sendet ein Unbekannter unbemerkt Nachrichten, ändert Systemeinstellungen oder Adressbucheinträge und liest SMS aus. Weitere spezielle Techniken nutzen die Carwhisperer, so genannt, weil die üblicherweise in Auto-Freisprechanlagen genutzten PINs des Headsets abgefangen werden. Andere Techniken hacken direkt die Funkverbindungen zwischen PC und Handy.
Die beste Methode, sich gegen all diese Angriffe zu wappnen besteht darin, Bluetooth prinzipiell auszuschalten. Eine Bluetooth-Verbindung sollte nur in geschlossenen Räumen auf kurzer Entfernung und nur für die Dauer der notwendigen Datenübertragung bestehen.
8. August von Robert Fliegel
Jeder Windows-Nutzer kennt den Autostart-Ordner im Startmenü des Systemes. Dort tragen sich zahlreiche nützliche – manchmal aber auch nur nervige – Programme ein. Diese Programme starten beim Systemstart automatisch mit.
Auf dem Mac gibt es natürlich eine ähnliche Funktion. Diese hat Apple allerdings an einer etwas merkwürden Stelle versteckt. Die so genannten Startobjekte findet man in den Systemeinstellungen unter dem Punkt Benutzer. Dort entfernt man per Mausklick Einträge von unerwünscht startenden Programmen oder fügt wahlweise Programme, Dokumente sowie andere auch Server hinzu. Diese öffnet Mac OS X dann automatisch bei dem nächsten Systemstart.
7. August von Frank Martin Lauterwein
Am Freitag, 8. August, beginnen die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking offiziell. In Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen alle Spiele per ARD, ZDF, ORF und SFF ins heimische Wohnzimmer. Wer allerdings während des Turniers im Ausland unterwegs ist, schaut möglicherweise in die schwarze Röhre. Denn nicht in allen Ländern werden alle Events des Sport-Großereignisses im Free-TV übertragen. Sind jedoch Laptop und Internet vorhanden, entgeht auch dem Olympia-Fan auf Reisen kein einziger Wettbewerb. Für den Live-Stream aus dem Netz eignet sich vor allem die kostenlose Windows-Software TVU Player. Das Programm funktioniert wie ein kleiner Fernseher, allerdings zieht die Anwendung die Inhalte aus dem Netz.
Die entsprechenden Sendungen und Sender wählt man direkt in dem TVU Player aus, oder sucht zusätzliche Fernsehstationen im Internet. Die Übertragungsqualität ist in den meisten Fällen überraschend gut. Mit ein wenig Glück findet man Sender, die in englischer Sprache ausstrahlen. Am größten ist das Angebot jedoch unter asiatischen Sendern. Hier ist vor allem der chinesische Staatssender CCTV5 hervorzuheben, der eine komplette Olympiaberichterstattung anbietet und direkt im TVU Player angewählt werden kann. Da bleibt es dem Nutzer dann selbst überlassen, ob man mit einem Grinsen im Gesicht dem chinesischen Kommentator zuhört, oder den Ton ganz einfach abdreht.
Eine weitere Alternative ist natürlich auch die kostenlose Peer-to-Peer-Software Zattoo (Win 2000&XP/Win Vista/Mac OS X). Nach der kostenlosen Registrierung stehen Windows- und Mac-Anwendern zahlreiche Fernsehsender zur Verfügung. Allerdings überträgt die Freeware immer nur das Angebot des jeweiligen Landes, in dem sich der Olympia-Fan befindet. So sieht man beispielsweise in Spanien nur spanische Sender und muss auf ARD & Co. verzichten.